KI-generierte Inhalte sind kaum noch von echten zu unterscheiden. Die EU schafft mit der KI-Verordnung mehr Transparenz – und verpflichtet Unternehmen, bestimmte KI-Inhalte zu kennzeichnen.
📅 Gilt ab dem 2. August 2026Wurde ein Text vollständig oder größtenteils von einer KI erstellt, muss das gut sichtbar und eindeutig gekennzeichnet werden.
Wurde der Text von einem Menschen geprüft und trägt eine Person oder ein Unternehmen die redaktionelle Verantwortung, ist keine Kennzeichnung verpflichtend.
Wenn KI nur unterstützend eingesetzt wurde – etwa um Ideen zu finden oder Formulierungen zu verbessern – ist keine Kennzeichnung nötig.
Besonders heikel sind erfundene Kundenstimmen. Erfundenes Feedback darf niemals wie eine echte Kundenerfahrung dargestellt werden.
Unsere Empfehlung: Verzichten Sie am besten ganz auf KI-generierte Testimonials.
KI-Bilder oder -Videos auf Ihrer Website, die nur dekorativen Zwecken dienen oder etwas veranschaulichen, sind unkritisch.
Kritisch wird es, sobald Inhalte real wirken – z. B. ein fotorealistisches Teamfoto mit Personen, die gar nicht existieren.
Kommt ein KI-Avatar oder ein Chatbot zum Einsatz, muss das klar als KI gekennzeichnet sein.
Deepfakes sind alle Inhalte, die realen Personen, Objekten oder Ereignissen ähneln. Sie müssen immer als KI-generiert gekennzeichnet werden.
Auch ein Avatar von Ihnen selbst gilt als Deepfake – und muss gekennzeichnet werden.
Wirkt ein Motiv wie ein echtes Foto, ist ein klarer Hinweis notwendig – zum Beispiel „KI-generiert" oder „Mit KI erstellt".
Facebook & Instagram (Meta)
Markieren KI teilweise schon automatisch. Inhalte lassen sich beim Hochladen auch manuell als KI kennzeichnen – ein kurzer Hinweis in der Beschreibung ist sinnvoll.
Auto + manuellTikTok
Verlangt, dass Sie realistisch wirkende oder stark KI-bearbeitete Inhalte markieren – besonders bei Personendarstellungen.
Kennzeichnung PflichtSchreibt aktuell keine klare Pflicht vor, empfiehlt die Kennzeichnung von KI aber ausdrücklich in seinen Richtlinien.
EmpfohlenGrundregel für alle Plattformen
Zusätzlich zum AI Act gelten immer die Regeln der jeweiligen Plattform. Im Zweifel gilt: lieber transparent kennzeichnen.
Immer beachtenNur wenn klar erkennbar ist, was mit KI erstellt wurde, können Menschen Inhalte richtig einordnen. Wer KI nutzt, sollte offen damit umgehen – nicht nur um rechtliche Vorgaben einzuhalten, sondern auch, um Vertrauen aufzubauen.